"Zwischen Himmel und Erde"
Spiritualität im 21. Jahrhundert
Noch vor wenigen Generationen wussten die Menschen, wie sie ihre Frömmigkeit gestalten sollten. Sie wussten, wie man betet, wie man Überlieferungen weiter gibt und wie man die Zeiten gestaltet. Dieses spirituelle Grundwissen ist uns weithin verloren gegangen. Einerseits ist das eine Befreiung aus alten religiösen Zwängen, andererseits ist damit unsere religiöse Hilflosigkeit gewachsen. Wir sind freier und einsamer geworden. So fragen wir neu, nach der Gestalt und der Praxis der Frömmigkeit in diesem wissensarmen Jahrhundert, in dem so wenig selbstverständlich geblieben ist.
Spiritualität definiert Dr. Fulbert Steffensky als "geformte Aufmerksamkeit" für die Wahrnehmung Gottes und seines Spiels im Glück der Menschen, in der Schönheit der Natur und im Gelingen des Lebens. Spiritualität ist eher, wie sich etwa am Beispiel der Mystikerin Elisabeth von Thüringen zeige, Selbstvergessenheit als Selbsterfahrung. "Wir beginnen den Weg zum Glück nicht als Suchende, sondern als schon Gefundene", zitierte Steffensky die Theologin Dorothee Sölle. Alles Glück habe seinen Ursprung in Gott. Angesichts des Verlustes an religiösem Erfahrungswissen gelte es, die Frömmigkeit "neu zu buchstabieren". Statt in "fremden Vorgärten zu grasen", dürften Christen den eigenen Traditionen trauen.
| Referent: |
|
Prof. Dr. Fulbert Steffensky |
| |
| Termin: |
|
Donnerstag, 21. Januar 2010
20.00 Uhr |
| |
| Ort: |
|
Evangelische Stadtkirche St. Dionys, Esslingen |
| |
| Kostenbeitrag |
|
Eintritt frei - um eine Spende wird gebeten |
| |
[zurück]
|